things will end

Veröffentlicht auf von Selina

ich will nicht mehr kämpfen.

 

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Die Katastrophe ist unumgänglich. Seit sieben Jahren versuchen wir jetzt schon auszuweichen, und ein paar Mal dachten wir auch, wir hätten es geschafft, wären endgültig daran vorbeigezogen. Aber dann kam sie wieder, die dunkle Vorahnung, dass es doch noch nicht vorbei war. Und wir mussten weiterkämpfen, immer weiter. Jeden Tag aufs neue versuchen nicht aufzugeben. Das hat uns so unendlich viel Kraft gekostet und die Seele aufgerissen. Andere wissen überhaupt nicht, was dieser Schmerz bedeutet, aber wir mussten ihn sieben Jahre lang ertragen und dagegen ankämpfen. Vielleicht ist jetzt einfach die Zeit gekommen, aufzugeben. Die Waffen niederzulegen und zu akzeptieren, dass es nicht so gekommen ist, wie wir gehofft hatten. Dass doch nicht alles wieder gut geworden ist, wir umsonst gekämpft haben. Vielleicht wäre es besser gewesen, das schon früher zu tun, als noch nicht so viele Männer verletzt und getötet wurden. Die Hoffnung lebt einfach. Aber egal was man auch erzählen mag, irgendwann stirbt sie auch.

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Joana 08/16/2010 08:26


Ein wundervoller Text. Er gefällt mir. Und er lässt, zumindest mir, den Raum,darüber nachzudenken wovon er handelt.